Die Bewohner
Winter. Kniehoher Schnee. Eiseskälte. Sturm. Eine fünfzigköpfige Schafsherde steht dicht aneinandergedrängt abseits des Dorfes auf einer Wiese. Sie sind am Ende ihrer Kräfte. Haben schon lange nichts mehr zu essen bekommen. Sie lassen es zu, das ich ganz nahe an sie heran gehe.

Blaindi - Buenas tardes y Bienvenido.
Übers Internet erreichte uns der Hilferuf von Tierfreunden: "Blinde Schäferhündin möchte leben. [Lesen Sie hier weiter...]


Die Wildenten kommen alle aus der Stadt, einige haben nur einen Flügel, verursacht durch Autounfälle. Die großen Hausenten wurden aus schlechten Haltungen übernommen und sind teilweise schon seit zehn Jahren auf dem Hof.

Bei einer Pferderettungsaktion fand ich einen Ganter in einer Buchte im Stall ohne Wasser, ohne Nahrung und mit einer Verletzung am Schnabel. Ich schnappte mir "Gänsi", lief mit ihm zum Auto und wir zwei fuhren frohen Herzens nach Hause. Dort erwartete ihn eine gute Mahlzeit, ein gänsegerechter kleiner Teich und weitere Artgenossen.

Der Hund Vivolino kommt aus einem Tierheim in Italien. Leider ist er taub, aber wir regeln alles über Körpersprache und Augenkontakt. Das funktioniert wunderbar.
Nur Menschen mag Vivolino gar nicht - wenn Besuch da ist, dann ist sein ganzer Tag verdorben und er mag sein Sofa überhaupt nicht mehr verlassen. Woher seine große Ängstlichkeit und Abneigung kommt - ich weiß es nicht.
Die Hauptsache ist, dass er Vertrauen zu mir hat und dass alle anderen Tiere hier auf dem Hof seine Freunde sind. Alle lieben Vivolino.

Im Nachbarort wurde die sehr scheue Katze Pünktchen mit ihren beiden Söhnen von einer älteren Dame über Jahre hinweg vor der Haustür gefüttert.
Nur ins Haus kommen wollten sie nicht. Darum wurde für sie im Garten ein Schlafhaus eingerichtet. Leider verstarb die alte Dame. Eine freundliche Nachbarin stellte dann weiter Futter für die Tiere hin (dass ich ihr brachte) und somit waren die Tiere weiterhin versorgt. Als dann die Vogelgrippehysterie ausbrach, mussten die Tiere weg. Weil sie angeblich ja die Krankheit übertragen können. Über so eine Fehleinschätzung kann man erfahrungsgemäß mit niemandem diskutieren. So habe ich dann eben alle drei Katzen zu mir geholt. Inzwischen sind Mutter und Söhne zahm geworden, lassen sich anfassen. Das megascheue "Pünktchen" darf ich sogar auf den Arm nehmen. Wenn das die alte Dame sehen könnte!


http://www.tierhaus-ev.de