| Tierdiebstähle häufen sich! | |
Warnung: Im Raum Bad Münstereifel/Euskirchen sind Tierfänger unterwegs. Sie fahren einen weißen Kastenwagen mit der Aufschrift "Tierschutzverein Weeze". Wo auch immer Sie einen solchen Wagen sehen, sofort das Kennzeichen notieren und anrufen. Tel. 02257-3327 oder die nächste Polizeistelle benachrichtigen und den Wagen überprüfen lassen. |
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Vor einigen Tagen bekamen wir einen Anruf aus der Nähe von Hanau. In der Gegend haben vermehrt Bewohner festgestellt, dass die Zahl der vermissten Tiere ansteigt. Einig von diesen haben sich zusammengeschlossen um der Sache nachzugehen. Auch aus der Nähe von Wesel erhielten wir einen Anruf. Dasselbe, hier wurde sogar berichtet, dass man von einer neuen Masche wüßte. Katzen würden mit etwas eingesprüht uns ließen sich dann ganz einfach im Rucksack wegtransportieren. Das wäre unauffälliger als mit einem Wagen. Auch hier organisieren sich mittlerweile Bürger, gehen an die Medien, versuchen aufzurütteln. Eine Freundin aus dem Saarland war hier und meinte, sie hätte den Eindruck, dass die Zahlen der vermissten Tiere noch nie so hoch gewesen wären. Heute ein Anruf aus der Nähe von Bad Münster Eifel. Von dort habe ich vor Wochen schon gehört, dass Tiere gehäuft verschwinden. Dieser Anruf heute jedoch hat mich wach gerüttelt und an eine Zeit erinnert, die ich gerne vergessen würde. In der Zeit von Oktober 2003 bis Januar 2004 ist bei uns ein Tierfängerwagen mit der Aufschrift Tierheim Weeze gesehen worden, der am helligten Tag Katzen einfing. Auch einige Hunde waren verschwunden, vom Grundstück der Tierbesitzer herunter gestohlen. Katzen wurden am helllichten Tag mit einem Kescher eingefangen. Damals hieß es blaue oder grüne Aufschrift, wahrscheinlich ein Magnetschild an der Seite, dass sich entfernen ließ. Der Wagen war laut Zeugen sogar auf dem Grundstück einer Tierschutzorganisation in der Nähe von Weeze gesehen worden, der Verdacht ließ sich durch die Polizei jedoch nicht erhärten. Nun taucht dieser Wagen wieder auf. Dieses Mal in der Nähe von Bad Münster Eifel, wieder paßt die Beschreibung. Grüner geschwungener Schriftzug, Aufschrift Tierheim Weeze, sähe aus wie ein Magnetschild, dass man abnehmen kann. Mittlerweile sollen im Raum Euskirchen / Bad Münster Eifel von Juni bis jetzt ca. 60 Tiere vermisst gemeldet worden sein. Darunter auch die Katze der Dame, die uns heute angerufen hat. Gut ist, es gibt eine Personenbeschreibung einer Person, die den Wagen gefahren hat. Männlich, ca. 25 J., kurze mittelblonde Haare, ca, 1,75m, nicht dünn, nicht dick Am vergangenen Dienstag hätten Passanten den Wagen auf einem Feldweg stehen sehen. Wer kennt das Kennzeichen dieses Wagens? Der Wagen der hier seinerzeit fuhr hatte ein Klever Kennzeichen, also KLE - ? - ? Sollte es sich bestätigen, dass der Wagen aus dem Kreis Kleve ist, haben die vielen Menschen, die damals hier ihre Tiere verloren haben, noch Hoffnung, dass die Verbrecher dafür bezahlen müssen. Aber wird das wirklich so sein? Mir hat damals der Oberstaatsanwalt gesagt, er hätte noch nie davon gehört, dass man so jemandem das Handwerk gelegt hätte. Er wüßte gar nicht, wie er den bestrafen sollte. Wahrscheinlich mit einer Geldbuße. Über eine Geldbuße lachen diese Kerle nur. Die Labore zahlen gut! An einer unserer Futterstellen verschwanden in einem Jahr fast 20 Tiere, ich werde den Schmerz darüber nie mehr vergessen. Ich bin wochenlang immer an dieselbe Stelle gefahren um rauszufinden was da geschehen war. Nichts, absolut nichts habe ich heraus gefunden. Von Seiten der Stadt Emmerich wurde behauptet, die Tiere seinen sicherlich abgewandert. Das hört sich doch auch vernünftig an, oder? Warum soll man da bleiben wo man gefüttert wird? Als wir die Meldung damals über den örtlichen Radiosender verbreiten ließen, dass Tierfänger im Kreis Kleve unterwegs sind, standen die Telefonleitungen noch am Folgetag von morgens sechs Uhr bis Sendeschluss nicht mehr still. Sowas hatte der Sender noch nicht erlebt. In der Folge erhielten wir unszählige Anrufe und Vermisstmeldungen über mehrere Wochen. Auch in den Jahren danach haben wir die Bevölkerung immer auf dem laufenden gehalten wenn der Verdacht auf Tierfänger bestand und die Menschen so für diese Gefahr sensibilisiert. Wir gehen mittlerweile in die Offensive und werden sehr dafür belächelt, von Tierheimen und Tierschützern. Wir geben keine Freigänger Katzen mehr ab und haben so die Möglichkeit, weil viele sich darüber aufregen, die Problematik bekannt und öffentlich zu machen. Die von uns vermittelten Tiere haben Glück, denn kein Tierfänger wird je seine Hand an sie legen können. Und wenn man liebe Menschen hat, die einen versorgen, ist das Leben in der Wohnung gar nicht so schlimm. Und es gibt ja auch immer noch Menschen, die ihre Tiere so sehr lieben, das sie diesen ein Freigehege ans Haus oder auf dem Balkon bauen. Katzen die keinen Freigang kennen vermissen ihn auch nicht. Alles ist besser als ein Ende auf dem Labortisch!!!! Wer einmal in so kurzer Zeit so viele Vermisstmeldungen herein bekommen hat wie wir, Männer die weinten und immer wieder einen Rat wollten, was sie noch tun sollten um das geliebte Tier wiederzubekommen, Frauen für die die Tiere wie ihre Kinder waren, die vielleicht heute noch trauern, der zieht aus dem erlebten seine Konsequenzen. Die heute von uns vermittelten Tiere haben Hoffnung auf Leben. Jedes Tier mit Freigang ist mittlerweile in Gefahr. Kaum einer von uns hat die Tierfänger je gesehen, oder? Wie also soll man ihrer habhaft werden? Und wenn man sie kriegt, die lachen über die Verurteilung und machen weiter. Was also kann man für die Tiere besseres tun als zumindest Katzen, wenn möglich nicht mehr mit Freigang zu vermitteln? Es gibt immer noch Leute die mir sagen, dann haben die Tiere aber bis man sie gefangen hat zumindest noch ein schönes Leben in Freiheit gehabt. Ansichtssache? Ich sehe es nicht so. Wir Tierschützer haben es in der Hand den Tieren ein sicheres Leben zu schenken. Dieses Privilleg schöpfen die Mitarbeiter unseres Vereins aus. Mittlerweile gibt es viele Menschen, die unser Handeln nachvollziehen können. Auch Hunde sind nicht mehr sicher. Bei uns gab es gehäuft Meldungen von Hunden die beim spazieren gehen verschwanden oder vom Grundstück geklaut wurden, auch 2003 schon. Und denkt noch mal an den Artikel, den ich Euch vor einiger Zeit in die Runde geschickt habe, in der ein Professor zugab, man hätte in den 70ger Jahren das Saarland enthundet. An diesen gestohlenen Tieren waren Tierversuche gemacht worden. Genauso geschehen an der Uni in Wien, erst vor kurzem. Oder denkt an den Fall Buchner. Wegen Tierdiebstahl verurteilt, aber nicht dafür die Tiere in den Versuch zu verkaufen. Auch die Versuchslabore waren nicht verurteilt worden von diesem Tiere gekauft zu haben. Denkt an den Film von dem wir Euch berichtet haben, hier haben Tierhändler geklaute Hunde und Katzen, die zuvor grausamst behandelt und gehalten wurden, teilweise in Säcken verpackt, im Kofferraum zur Pharmaindustrie gefahren. Die Tiere wurden von dieser gekauft. Der Film deckt hier vieles auf, von dem man denkt es ist unmöglich, sowas kann nicht geschehen. Es gibt Menschen, die kann man nur noch als Bestien bezeichnen. Ihr dürft Euch sicher sein, es hat sich seit den 70ger Jahren nichts geändert. Ganz im Gegenteil, es wird schlimmer! Es ist Zeit, jeder Tierschutzverein, jedes Tierheim sollte jetzt damit beginnen sich zu überlegen wie man dem Wahnsinn begegnen kann. Und der Wahnsinn, oder sollte ich besser sagen das Grauen, hat in diesem Jahrhundert auch noch einen Namen bekommen "Reach!" Die Chemikalienrichtlinie die die EU verabschiedet hat läuft bereits, der 1.7.07 war Stichtag! Viele Monate, vielleicht sogar Jahre zuvor, das ist meine persönliche Meinung, haben dafür bezahlte Verbrecher auf deutschen Straßen die Tiere für den Tag X gestohlen, denn auch schon in den Jahren davor waren die Vermisstenzahlen sehr hoch. Ich erinnere Euch noch einmal an meinen Traum, auch wenn Euch das vielleicht erschreckt. Ich sah eine große Halle, die Wände waren hoch gestapelt mit Kisten, in diesen Kisten saßen Tiere die für Tierversuche zusammengestohlen worden waren. Irgendwo im Internet sind wir bei Recherchen darauf gestoßen, dass es in der Nähe von Hamburg solche Sammelpunkte für Versuchstiere gibt. Leider hat die Mitarbeiterin die es damals gelesen hat, vergessen es zu speichern( Sie kann noch nicht so gut mit dem Computer umgehen, hat ihn noch nicht so lange). Dieser Traum war also leider keine Fiktion sondern grausame Wahrheit! Erinnert Euch an die Katze Irma! Wie lange noch machen wir unser Ding weiter wie bisher. Wir Tierschützer, Tierheimleiter, Privatpersonen die Tiere versorgen, müssen aus dem was die EU beschlossen hat, Konsequenzen zum Schutz der Tiere die wir betreuen ziehen. Die Bevölkerung muss aufgeklärt werden. Die Medien weigern sich, Zeitungen wollen an das Thema nicht ran, Fernsehsender winken ab. Man könnte meinen, dass denen ein Maulkorb verpasst worden ist. Egal, wir sind ja auch noch da. Wissen ist Macht! Wir alle haben die Macht Tieren das Leben zu retten. Also, lasst uns damit beginnen! Mehr Infos zu Reach findet Ihr auf unserer Internetseite. Gabriele Hilbig Tierschutzverein Samtpfote e.V. Emmericher Landstr. 102 46459 Rees www.katzenschutzverein-emmerich.de tierschutzverein.samtpfote@gmail.com Seitenanfang |
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